Hamburg, 26.04.2017

Ölschadenbekämpfung auf der Norderelbe

Personelle Unterstützung bei gesunkenem Binnenschiff auf der Norderelbe durch die Fachgruppe Wassergefahren

Am 25.4. ist auf der Norderelbe ein Binnenschiff während des Beladevorgangs plötzlich gesunken. Aus dem Havaristen traten Betriebsstoffe aus. Daher wurde unter anderem die Ölwehr des Ortsverbandes Hamburg-Mitte alarmiert um Ölsperren auszulegen und die Gefährdung für die Umwelt so auf ein Minimum zu reduzieren.

In den frühen Morgenstunden des 26.4. lösten Bootsbesatzungen aus dem Ortsverband Hamburg-Harburg die Kameraden aus Mitte ab, da diese bereits viele Stunden im Einsatz waren.

Ölsperren im Elbstrom sind besonders anspruchsvoll, da durch Ebbe und Flut ein starker Strom geht, der auch noch ca. alle 6 Stunden die Richtung wechselt. Hinzu kommt, dass im Zeitraum von 6 Stunden auch der Wasserstand um ca. 4m steigt oder fällt. Dadurch sind die Ölsperren zwangsläufig immer in Bewegung und müssen immer wieder korrigiert werden, da sie sich zum Beispiel am Havaristen verhaken und somit undicht werden.

Da die Ölsperren zum Teil auch aus Material bestehen, welches das Öl aus dem Wasser aufsaugt (wie ein Schwamm), müssen auch hier immer wieder Korrekturen vorgenommen werden, und Teile erneuert werden, die sich bereits vollgesogen haben. Diese kontaminierten Materialien werden speziellen Entsorgungsbetrieben zugeführt, die diese dann umweltschonend verarbeiten.

2 Boote wurden durch den OV Harburg mit insgesamt 4 Helfern besetzt um einen durchgängigen Betrieb der Ölsperren zu gewährleisten. Der Einsatz endete mit der Übergabe an einen Fachbetrieb für die Bekämpfung von Ölschäden als dieser am Vormittag an der Einsatzstelle eintraf.


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