Rotenburg (Wümme), 09.11.2019, von Gruppenführer FGr SB

Übung: Flugzeug in Gebäude gestürzt

Zur Überprüfung des Ausbildungsstandes führten Teile des Technischen Zuges eine Einsatzübung im Raum ROTENBURG durch.

Atemschutztrupps an der Grenze zum Gefahrenbereich

Die Ausgangslage sah eine seit fünf Tagen andauernde Unwetter- und Hochwasserlage im Raum ROTENBURG- ACHIM- VERDEN vor. Der Technische Zug (TZ) unseres OV sollte am Samstag früh in das Einsatzgebiet verlegen und schon vor Ort befindliche THW- Kräfte ablösen. Die Anfahrt wurde im geschlossenen Verband durchgeführt und diente zur Schulung der Kraftfahrer. Kurz vor Erreichen das als Marschziel angegebenen Bereitstellungsraumes gab es eine Lageänderung:

Die Einsatzabschnittsleitung (EAL) der Feuerwehr meldete das ein Flugzeug beim Anflug auf den Flugplatz ROTENBURG, einen neben der Landebahn befindlichen Gewerbekomplex getroffen hatte. Unser Zug erhielt darauf hin den Auftrag die neue Einsatzstelle anzufahren und das Schadenereignis abzuarbeiten.

Nach Ankunft an der Unfallstelle musste diese erstmal abgesichert und ausgeleuchtet werden. Zur Erkundung gingen insgesamt 8 Helfer unter umluftunabhängigen Atemschutz vor. Hierbei wurde festgestellt das aus einem Kesselwaggon ein unbekannter gasförmiger Gefahrstoff austrat und eine Person in das Innere gestürzt war. Ferner wurde in einem angrenzenden 3- geschössigen Gebäude ein verletztes Kind gefunden. Bei der Rettung das Kindes wurde ein Atemschutznotfall eingespielt und musste zusätzlich bewältigt werden.

Nachdem das Gelände freigemessen worden war, begann die Fachgruppe N mit der Ausleuchtung des restlichen Schadenobjektes, um den beiden Bergungsgruppen ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Diese drangen jetzt immer weiter in den Trümmerkegel vor. Dazu mussten Durchbrüche angelegt und Trümmerteile geräumt werden. Eine Person war unter einer 10t schweren Betonplatten eingeklemmt und wurde mit Hilfe von sogenannten Büffelhebern befreit. Insgesamt sieben Verletzte wurde gerettet und nach einer Erstversorgung dem Rettungsdienst übergeben.

Nach Rückbau und einer ersten Nachbesprechung vor Ort verlegten unsere Helfer wieder zurück in Die Hansestadt. In den nächsten Tagen werden die während der Übung festgestellten Erkenntnisse ausgewertet und fliessen in den Ausbildungsplan ein.

Wir danken dem OV ROTENBURG für die Bereitstellung seines Übungsgelände.

Eingesetzte Kräfte OV HARBURG:

ZTr: 1/0/0//1 + MTW (Übungsleitung)

B:    0/3/5//8 + GKW I

SB:  0/2/4//6 + MzKW und 50kVA NEA

N:    0/2/5//7 + LKW 5t und 13kVA LiMa

 

 


  • Atemschutztrupps an der Grenze zum Gefahrenbereich

  • FGr N bereit für den Einsatz

  • Person unter Betonplatte (simuliert 10t)

  • Geräteablage FGr SB

  • Vorbereitung der Rettung einer im Kesselwaggon befindlichen Person

  • Rettung einer im Kesselwaggon befindlichen Person

  • Deckendurchbruch mit Trennschleifgerät

  • Einsatz der Bergeschleppe

  • Beleuchtung mit POWERMOON

  • Rettung einer Person durch einen angelegten Deckendurchbruch

  • Befehlsausgabe für die Atemschutztrupps

  • Geräteablage FGr SB und Schadenobjekt im Hintergrund

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