Die Abkürzung CBRN steht für Chemische, Biologische, Radiologische und Nukleare Gefahren. Auch das THW muss als Teil des Zivilschutzes in der Lage sein, gewisse Aufgaben unter einer CBRN- Bedrohung durchführen zu können.
Dazu werden unsere Atemschutzgeräteträger (AGT) in einer separaten Bereichsausbildung zum Tragen von leichten Chemikalienschutzanzügen (CSA) berechtigt. Da ein sogenannter CBRN- Einsatz aber auch im rückwärtigen Bereich eine Menge an Unterstützungsleistungen benötigt, bilden wir ebenfalls regelmäßig die Helferinnen und Helfer aus die keine AGT sind.
Am Donnerstag vor dem Ganztagesdienst starteten wir mit einer Stationsausbildung in das Thema. Neben der Einweisung auf das neue X- am 5600 Mehrgasmessgerät, standen die Grundlagen im Bereich Atemschutz und CBRN auf dem Plan.
Am Samstag nach Frühstück und Antreten ging es dann in die eigentliche Praxis. Dazu verlegten der Zugtrupp TZ (ZTr TZ), die Bergungsgruppe (B), die Fachgruppe Schwere Bergung (FGr SB) und die Fachgruppe Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) zu einer Lagerhalle die uns als Übungsobjekt freundlicherweise zur Verfügung stand. Zusätzlich unterstützten uns die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sinstorf mit ihrem CBRN- Erkundungskraftwagen.
Als Lage vor Ort wurde angenommen das bei Verladearbeiten 2 IBC leckgeschlagen bzw. umgekippt waren und dabei eine unbekannte Personenanzahl verletzt wurde. Der Gefahrenbereich wurde auf 50m festgelegt und entsprechend markiert.
Parallel zum Aufbau der Sofort- Dekon, des Hygienebereich und der Energieversorgung, wurden die ersten Einsatztrupps mit CSA eingekleidet. Der Trupp der Feuerwehr ging zur Stoffidentifikation vor und die Trupps des THW zur Menschenrettung. Anschließend wurden alle im Gefahrenbereich eingesetzten Trupps dekontaminiert. Bei einer realen Lage wäre das THW hier auf Dekonkräfte der Feuerwehr oder der Polizei angewiesen, da diese Fähigkeit bei uns nicht vorhanden bzw. sich eine spezialisierte Auslandseinheit erst im Aufbau befindet. Diese kann nach Aufstellung auch im Inland eingesetzt werden.
Nach Beendigung der Einsatzmaßnahmen wurde der Bereich wieder zurückgebaut und unsere Kräfte verlegten zur Mittagsverpflegung in den Ortsverband.
Nachdem Mittagessen erfolgte noch eine Vorstellung des CBRN- Erkundungskraftwagens durch die Feuerwehr.
Unser Dank gilt der FF Sinstorf für die Unterstützung.
Hinweis zur den Bildern: Im Ernstfall tragen die Kräfte entsprechende Gummistiefel und nicht ihre Einsatzstiefel aus Leder.